Die Konkurrenz der Kapitalisten

„Die Konkurrenz ist überhaupt die Weise, worin das Kapital seine Produktionsweise durchsetzt.“ (Karl Marx)

 

Im Anschluss an die Ableitung des Kapitals, des bürgerlichen Staates, des modernen
Imperialismus sowie der Errungenschaften des Finanzgewerbes und des Weltmarkts geht es
darum, systematisch darzulegen, welche Notwendigkeiten die Akteure einer Welt ins Werk setzen,
in der „Konkurrenz herrscht“, und gemäß welcher eigenen Logik sie das tun. Das beginnt mit der
Tätigkeit der Kapitalisten, der Sachwalter jener Interessen, die die moderne Ökonomie regieren,
inzwischen im Weltmaßstab. Es wird erklärt, wie die Zeitgenossen, die – als Eigentümer oder als
Manager – über Kapital als Quelle ihres Einkommens verfügen, in der Verfolgung ihres
Erwerbsinteresses Punkt für Punkt die Sachzwänge produzieren, die ihrem ökonomischen Mittel
eigen sind; wie die öffentliche Gewalt ihnen dabei als Aufsichtsinstanz und Vollstreckungsorgan
zur Seite steht; wie sie darüber zu Charaktermasken ihres eigenen Regimes über Arbeit, Natur und
geschaffenen Reichtum auf dem Globus und als solche zur herrschenden gesellschaftlichen Klasse
werden. Die Ableitung der die Welt beherrschenden Produktionsweise aus dem Beruf
eigennütziger kapitalistischer Bereicherung – unterteilt in 5 Kapitel à 6 Paragraphen gemäß dem
anschließend abgedruckten Schema der im GEGENSTANDPUNKT veröffentlichten Kapitel I bis V –
fängt an bei den Prinzipien der Herstellung gesellschaftlich benötigter Güter durch
Privateigentümer für lohnenden Verkauf; Prinzipien, die im öffentlichen Bewusstsein mit seinem
begierigen Interesse an den jeweils neuesten Errungenschaften des „globalisierten“ Kapitalismus
und den heißesten Winkelzügen seiner Macher kaum Beachtung finden, obwohl es eben die der
ganzen Produktionsweise sind. Die folgenden Kapitel führen dann, so folgerichtig wie die Praxis
der Unternehmer und der politisch Zuständigen, weiter bis zur widersprüchlichen Symbiose von
Kapitalwachstum, Weltfinanzmärkten und imperialistischer Gewalt, die das nationale wie
internationale Geschehen bestimmt.